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Wissenswertes über die Beifußblättrige Ambrosie

zusammengestellt von Dr. Uwe Starfinger, Dr. Gritta Schrader,
Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut Pflanzengesundheit, Braunschweig.
Juni 2008

 

> Die Beifußblättrige Ambrosie

> Die Pflanze

> Was können Sie tun?

Die Beifußblättrige Ambrosie - eine invasive Pflanze mit besonderer Gesundheitsgefahr

Ambrosia, großer BestandDas Aufrechte Traubenkraut, auch Beifuß-Ambrosie oder Beifußblättrige Ambrosie, droht in Deutschland zu einem üblen Unkraut in landwirtschaftlichen Kulturen zu werden. Ebenso ernst zu nehmen sind die gesundheitlichen Probleme, die durch Pollenallergien auftreten können. Ambrosia artemisiifolia gilt bereits in vielen Ländern, zum Beispiel in Ungarn, als wichtiges Unkraut. Ihr Pollen ist besonders stark allergieauslösend: Bei vielen Menschen tritt Heuschnupfen mit den üblichen Symptomen auf. Zudem entwickelt ein besonders hoher Anteil der Ambrosia-Allergiker auch Asthma. Auch Menschen, die sonst nicht allergisch auf Pollen sind, können auf Ambrosia-Pollen empfindlich reagieren. Schon geringe Pollenkonzentrationen lösen Allergien aus.

Die Pflanze

Artemisia vulgaris abreifend

Der gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) wird leicht mit der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) verwechselt.

Das Aufrechte Traubenkraut stammt aus Nordamerika und wurde schon im 19. Jahrhundert nach Europa importiert. Heute kommt die einjährige Pflanze in verschiedenen europäischen Ländern häufig vor, unter anderem in Ungarn, Italien, der Schweiz und in Teilen Frankreichs. In Deutschland trat sie bisher selten und unbeständig auf. In letzter Zeit wird sie jedoch häufiger gefunden. Sie ist wie der Gemeine Beifuß, dessen Blätter ähnlich aussehen, ein Unkraut in Hackfrüchten, vor allem Kartoffeln und Rüben.

 

Die Beifuß-Ambrosie keimt im Frühjahr und überdauert bis zu den ersten Frösten im Herbst. Junge Pflanzen entwickeln sich zunächst sehr langsam. Erst im Juni setzt ein stärkeres Höhenwachstum ein. Blütezeit ist von Mitte August bis Ende September. Dabei werden pro Pflanze bis zu einer Milliarde Pollen gebildet. Wegen der späten Blüte kommen bei uns nur in Jahren mit mildem Herbst die Samen zur Reife. Eine große Pflanze kann bis zu 60.000 Samen bilden, die mehrere Jahrzehnte keimfähig bleiben. Die Pflanze wächst vorzugsweise auf gestörten offenen Böden, zum Beispiel an Straßenrändern, in Neubaugebieten oder auf Schutthalden. In privaten Gärten findet man sie vor allem unter Vogelfutterplätzen, denn Vogelfutter kann mit Ambrosia-Samen verunreinigt sein.

Wegen ihrer unscheinbaren Blüten kann die Pflanze mit anderen Arten verwechselt werden, z.B. mit dem Gemeinen Beifuß Artemisia vulgaris (siehe nebenstehendes Foto). Junge Pflanzen haben Ähnlichkeit mit Möhren.

Charakteristisch für die Beifuß-Ambrosie sind

  • der ährenähnliche männliche Blütenstand am Ende der Triebe,
  • die doppelt fiederteiligen Blätter, mit grüner Unterseite,
  • die abstehend behaarten, oft rötlichen Stängel.

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Was können Sie tun?

Ambrosia Vogelfutterprobe

  1. Verwenden Sie kein Vogelfutter, das mit Ambrosia-Samen verunreinigt ist. Beim Einkauf nach Ambrosia-freiem Vogelfutter fragen. Boden unter der Futterstelle beobachten.
  2. Wenn Sie junge Ambrosia-Pflanzen finden, reißen Sie sie mit Handschuhen vor der Blüte aus und entsorgen sie über den Kompost oder Mülltonne.
  3. Blühende Pflanzen sollten Sie nur mit Handschuhen und Mundschutz ausreißen und in einer Plastiktüte in den Hausmüll geben. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen.
  4. Bitte melden Sie größere Bestände, z. B. im öffentlichen Grün, an die Behörden: Grünflächenamt, Pflanzenschutzamt oder an die Biologische Bundesanstalt (ambrosia@jki.bund.de; Tel. 0531 / 299-3380 oder 3375).

Um der Ausbreitung der Pflanzen entgegen zu wirken, bitten wir die Bevölkerung um Mithilfe.

 

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