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Nationale Pflanzenschutzorganisation Deutschlands

Nationale Pflanzenschutzorganisation Deutschlands

Aufgaben und Organisation des Pflanzenschutzdienstes im Bereich pflanzengesundheitlicher Maßnahmen (Organigramm) folgen dem Internationalen Pflanzenschutzübereinkommen IPPC und harmonisierten Rechtsgrundlagen der Europäischen Union.

Auf nationaler Ebene regeln das Pflanzenschutzgesetz, die Pflanzenbeschauverordnung, die Anbaumaterialverordnung die Zuständigkeiten der beteiligten Institutionen (Kontaktadressen) und die inhaltlichen Maßnahmen gegen die Ein- und Verschleppung von Quarantäneschadorganismen, invasiven gebietsfremden Arten sowie gegen die Verbreitung von qualitätsmindernden Schadorganismen.


Institutionen und Adressen

Folgende Institutionen bilden die nationale Pflanzenschutzorganisation Deutschlands und sind in diesem Bereich auf unterschiedlichen Ebenen zuständig:

 

  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist in der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich für die Gesetzgebung und die Außenvertretung.
  • Das Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit (Institut Pflanzengesundheit), ist in enger Zusammenarbeit mit dem BMEL in EG- und anderen internationalen Fachgremien tätig und in der Bundesrepublik Deutschland vor allem für den Informationsaustausch, die Koordination auf Fachebene und die Erarbeitung wissenschaftlich-fachlicher Grundlagen (Risikobewertung, Diagnose etc.) verantwortlich.
    Das Institut Pflanzengesundheit steht in enger Verbindung mit den in diesem Bereich tätigen Organisationseinheiten der Kommission der europäischen Union, SANCO (Abkürzung von englisch Sanitary Cooperation) E.1 und F.4 (EG-Pflanzenschutzinspektorat - Berichte)), der Europäischen Pflanzenschutzorganisation, EPPO und des Sekretariates des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens bei der FAO, IPPC.

  • Den Pflanzenschutzdiensten der Bundesländer obliegt die praktische Durchführung der pflanzengesundheitlichen Maßnahmen und Kontrollen bei der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen, ihrem Verbringen sowie bei der Produktion und im Handel.
    Zum Schutz vor einer Einschleppung von unerwünschten Schadorganismen kontrolliert der Pflanzenschutzdienst die Einfuhr von Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen und Schadorganismen. Deren Einfuhr ist daher auf bestimmte Einlassstellen begrenzt.

Zwischen dem BMEL, dem JKI, den Bundesländern und ihren Pflanzenschutzdiensten besteht eine intensive Zusammenarbeit (Organigramm).

Unter Berücksichtigung der Zuständigkeitsbereiche von Bundes- und Länderbehörden sind Fragen zu pflanzengesundheitlichen Regelungen an die Kontaktadressen der zuständigen Stellen der Länder zu richten.

Zuletzt geändert: 04.03.2014



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